,,Mir liegt daran, den ganzen Menschen zum Klingen zu bringen!"
Dies ist die Maxime für meinen Unterricht und zeigt schon, dass es einen Lehrplan von der Stange nicht geben kann.
Gesangsunterricht ist immer sehr persönlich, weil der Mensch ganz durchlässig wird und das Innere mitschwingen lässt. Und das ist nie peinlich. Es ist eine Freude, ein Spaß immer offener und freier zu werden und dabei zu tönen bis die Stimme nach Herzenslust singt.
Natürlich gibt es technische Übungen, Körperschulung, Atemübungen etc. Diese werden sozusagen maßgeschneidert den Bedürfnissen der SchülerInnen angepasst.
Ich möchte kurz schildern, wie ich zum Gesangunterricht kam:
Meinen ersten Gesangunterricht nahm ich mit Mitte zwanzig. Ich gehörte einem Kirchenchor an, mit dem wir die h-Moll-Messe von Bach aufführten. Dieses für den Chor sehr anspruchsvolle Stück belastete meine Stimme. Ich versuchte möglichst laut und kräftig zu singen – und wurde heiser. Ein befreundeter Gesanglehrer bot daraufhin an, mir in einigen Gesangstunden die Grundlagen der Gesangstechnik zu vermitteln. Einmal mit den Fragestellungen des Gesanges konfrontiert, wurde ich neugierig auf die tieferen Zusammenhänge. Ich hatte Feuer gefangen, las Fachliteratur und besuchte Meisterkurse. Im Laufe der Jahre studierte ich bei verschiedenen Lehrern ganz unterschiedliche Aspekte des Gesanges und tue es heute noch. Die Entwicklung meiner eigenen Stimme ist mir ein hilfreicher Wegweiser, wenn es darum geht, Neues zu entdecken und zu erkunden. Eine Vielfalt von Methoden zu kennen, ist für mich die Basis für lebendigen Unterricht. So kann ich ganz individuell auf den einzelnen Schüler eingehen.
Meine Schüler können meinen Unterricht viel besser beschreiben, als ich es könnte, daher lasse ich einige von ihnen in der Kategorie Schülerstimmen zu Wort kommen